Mittwoch, 23. Mai 2018

Der Lotto-Hardcore-Challenge

Heftthema: Telefon-Hotline

From the archives 2007

Kurz nach meinem Diplom klingelte eine Berliner PR-Agentur bei mir an. Gesucht wurde ein Zeichner, der einen Comicstrip für das monatliche B2B-Magazin der Brandenburger Klassenlotterie produziert. Die Comics sollten Mitarbeiter von Lotto-Verkaufsstellen über technische und juristische Neuerungen im Spielsystem informieren.

Ich bekam den Zuschlag, und das ganze hätte super funktionieren können, gäbe es nicht eine Einschränkung: Es durften nur zwei Panels verwendet werden! Jeder, der schon einmal Comics gemacht hat, weiß, wie schwierig das ist...
So wurde jede Ausgabe zu einem Kampf um Platz und Vereinfachungen. Es war hart, die mitunter sehr komplexen Heftthemen in zwei Bildchen darzustellen und dabei auch noch lustig zu sein. Na ja, die Serie wurde irgendwann eingestellt, weil die Agentur selbst gemerkt hat, dass das Prinizp nicht funzt.

Aber dank meinem überirdischen Sportsgeist gab es ein paar Folgen, die trotz der Einschränkungen sehr witzig geworden sind. Und die könnt ihr hier lesen:

Montag, 14. Mai 2018

Schräg war die Welt....


.... aber rund!

Werbesticker mit meinen absurden Comic-Illustrationen für das Grafikbüro genausoundanders, für das ich anno 2007 gearbeitet habe.

Sonntag, 13. Mai 2018

Angesteckter Design-Report


From the archives 2005

Das berühmte Magazin "designreport" hatte mich angefragt, einen Beitrag für den monatlichen Bericht aus deutschen Kunsthochschulen zu liefern. Heraus kam dieses historische Kunstzitat (na, wer errät das Original?) - kombiniert mit einer Werbung für meine damals frisch erschienene Comic-Semesterarbeit "Influenza".

Die Kapriolen meiner theoretischen Diplomarbeit


From the archives 2006

Im oben genannten Jahr schrieb ich mein Theoriediplom zum Thema "Funktionsweise grafischer Sympathieträger-Figuren in der Werbung". Darin untersuchte ich die Geschichte von Werbe-Maskottchen, die bis zur griechischen und germanischen Mythologie zurückreicht. Außerdem stellte ich die Hypothese einer quasi-religiösen Wirkung dieser Figuren auf, von der mein Prof zwar nicht überzeugt war, die mir aber später von anderen werbepsychologischen Analysen bestätigt wurde. 

However, mein Werk bekam bei der Verteidigung eine glatte 1.0. Anschließend verschwand es für lange Zeit auf Nimmerwiedersehen. Ich hatte es auf einer mobilen Festplatte gespeichert, die nach einem Wohnungseinbruch verschwunden war. Meine geistigen Erleuchtungen schienen für immer verloren, aber dann tauchte die Festplatte nach mehreren Jahren wieder auf. Die Einbrecher hatten sie nicht mitgehen lassen, sondern beim Herumwühlen in der Wohnung in eine versteckte Möbelritze gepfeffert. So geht Leben!

Nun ist mein Theoriediplom wieder da, und ihr könnt es vollständig lesen. Hier ist der Link zum PDF-Download:

>>> Google Drive, 3MB

Und hier ist vorab ein Inhaltsverzeichnis:

1) Was ist Sympathie?
2) Was haben Sympathie und Wirtschaft miteinander zu tun?
3) Was wird mit der Evokation von Sympathie bezweckt?
4) Vermittlung durch Bilder
5) Entstehung der Werbe- und Sympathieträgerfiguren
6) Wie Sympathiefiguren funktionieren
7) Die Formen der Sympathieträger-Figuren
Hier folgt eine Analyse von Menschenfiguren, also Vorbilder, Diener, erotische Figuren etc. Außerdem Tierfiguren, zB. Adler, Bär, Hase etc. sowie genauere Betrachtungen zu Fuchs, Pelikan
und Salamander
8) Präferenzen bei der Verwendung von Werbefiguren
9) Aktuelle Präsenz der Sympathieträger-Figuren und ihre Veränderung
10) Warum manche Sympathiefiguren nicht funktionieren
Hier folgt eine Analyse von Kevin und Günter, dem Sarotti-Mohr und anderen
11) Fazit