Samstag, 1. Dezember 2018

Räume für Zukunftsvisionen

Zielbilder können auf verschiedene Weise entwickelt werden, zB. als Diagramm, Comic oder Wimmelbild mit räumlicher Struktur. Bei der letzten Variante ist es wichtig, einen Raum zu finden, in dem sich mehrere Bereiche getrennt darstellen und gleichzeitig miteinander kombinieren lassen.

Hier sind ein paar Skizzen für solche Räume, die sich an geografischen Landschaften orientieren. Ich habe sie vor langer Zeit für das Zielbild eines großen Tech-Konzerns gemacht.  


Animation Showreel 2019


Cha cha cha! Das hier ist nicht mein neuestes Animations-Portfolio, sondern mein erstes überhaupt! Ich möchte in Zukunft wieder mehr mit bewegten Bildern machen, also kommt hier ein fröhlicher Aufschwung mit groovy Latin Beat:


Freitag, 16. November 2018

Tödliches Foul fürs Erstsemesterle


11 Jahre und 69 Folgen lang habe ich das Erstsemesterle gezeichnet. In einem Comicstrip, der alle zwei Monate im Berliner Hochschulmagazin "Werkblatt" erschien, rettete der orangefarbene Held sein Seelenheil, die Welt sowieso und er wurde zum besseren Studenten, obwohl er nie über das erste Semester hinauskam.

Jetzt ist Feierabend. Die Redaktionsleitung des Werkblatts hat gewechselt und als erste Amtshandlung die Druckversion des Magazins eingestellt. Das sind normale Prozesse in der Medienbranche, nur leider gab es bei der neuen Führung kein Interesse an irgendeiner Fortführung vom Ersti. Schlimmer noch: aus unerfindlichen Gründen war man dort nicht einmal bereit, mit mir zu sprechen. Damit war Ersti exmatrikuliert. Die neue Redaktionsleitung will nun eine Online-Ausgabe des Werkblatts publizieren, die ausschließlich von studentischen Hilfskräften gestaltet wird (sic!).

Oben seht ihr die letzte Folge vom Erstsemesterle, in der er schwungvoll in die moderne Welt startet. Was die neuen Macher des Werkblatts nicht wissen: die Anspielung bezieht sich nicht auf sie, sondern auf mich. Sollen mir diese Laien doch gestohlen bleiben, ich habe besseres zu tun!

Montag, 10. September 2018

Spike & Laurine machen Jagd auf fette Beute


Spike & Laurine sind zwei nasenbetonte Comicfiguren, die ich diesen Sommer entworfen habe, um mich mal wieder im Character Design zu üben. Die beiden sind ein Pärchen, was man daran erkennt, dass sie sich gelegentlich auf den Keks gehen. Aber ansonsten ist ihre Beziehung glücklich.

Mein ursprünglicher Plan war es, die beiden Gestalten als Avatare für mein neues Portfolio zu verwenden. Allerdings spielten sie sich so stark in den Vordergrund, dass sie schnell ihren eigenen Platz im Weltgeschehen beanspruchten. Also können wir im folgenden Comic daran teilhaben, wie sie schmackhaften Kreaturen nachstellen - eine Analogie auf die Jagd des Freiberuflers nach lukrativen Jobs:

Samstag, 8. September 2018

Kunst mit neuester Technologie


Bei einem Change-Event, den FjUTSCHA für die Firma KUKA veranstaltete, habe ich als Hausillustrator einen VR-Workshop betreut. Die Mitarbeiter bekamen eine schicke Oculus Rift umgeschnallt und sollten damit im dreidimensionalen Raum ein Teamlogo entwerfen. 

Dieser Workshop war eine ziemliche Herausforderung, weil die Jungs nicht nur zeichnen, sondern auch die neue VR-Technik beherrschen mussten. Alle Logos wurden anschließend in einer virtuellen Galerie präsentiert und das beste gewann einen Preis.


      

Gezeichnete Verwandlungen



Für die Zielbildentwicklung eines großen deutschen Unternehmen habe ich diese Verwandlungen skizziert und sie zusammen mit meinen FjUTSCHA-Kollegen in einem Workshop präsentiert. Wie so oft bei unserer Arbeit ging es auch hier um Transformation, Umdenken und Agilität.

Die Bilder sind bewusst humorvoll gestaltet, denn sie dienten als spielerischer Denkansatz, aus dem später eine Serie von Leitbildern zur zukünftigen Arbeitsweise des Unternehmens entwickelt wurde.




Mittwoch, 29. August 2018

Königliches Kochen anno 1850


Im Auftrag der SPSG habe ich die Küche des Schlosses Sanssouci gezeichnet. Das Wimmelbild, von dem hier nur ein Teil zu sehen ist, geht morgen in den Druck und wird dann vorwiegend den kleinen Besuchern erklären, wie vor über 150 Jahren die Speisen des Königs zubereitet wurden. 

>>> Edit 14.10.’18: Auf meiner Webseite gibt es jetzt mehr Infos zu dieser Arbeit.

Samstag, 25. August 2018

FjUTSCHA goes Sylt



Neulich auf Sylt: Wir drehen die erste Folge unseres FjUTSCHA-Vlogs. Zur Einstimmung gibt es erstmal ein paar spontane Interviews vorm Gosch, wo ich wehrlose Passanten zur Digitalen Transformation befrage. Ich fühle mich wie früher beim Offenen Kanal, aber die Leute sind unerwartet auskunftsfreudig! Jetzt ist alles im Schnitt, also später mehr dazu.







Dienstag, 21. August 2018

Ignite machines!



Für die Gamification-Projekte der Karlsruher Firma FjUTSCHA - The Game Changer habe ich dieses Storyboard gezeichnet. Es soll Unternehmen dazu motivieren, sich bei FjUTSCHA einen Energieschub für den Sprung ins digitale Zeitalter zu holen.





Freitag, 1. Juni 2018

Neues aus dem Schlosspark


Anlässlich des Kindertags gibt es hier mal wieder ein paar Zeichnungen für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG). Freut euch auf ein Wiedersehen mit dem liebenswerten Drachen Fauch und anderen Gestalten aus den königlichen Palästen Berlins und Brandenburgs.

Diese Bilder habe ich für das Familien-Halbjahresprogramm der Stiftung gemacht. In dem Programm findet ihr aktuelle Veranstaltungstipps für Kinder und solche Kinder, die schon etwas älter sind (Erwachsene). Ihr könnt es wie gewohnt...

>>> ...hier kostenlos herunterladen (Link auf der Seite unten rechts)





Mittwoch, 23. Mai 2018

Der Lotto-Hardcore-Challenge

Heftthema: Telefon-Hotline

From the archives 2007

Kurz nach meinem Diplom klingelte eine Berliner PR-Agentur bei mir an. Gesucht wurde ein Zeichner, der einen Comicstrip für das monatliche B2B-Magazin der Brandenburger Klassenlotterie produziert. Die Comics sollten Mitarbeiter von Lotto-Verkaufsstellen über technische und juristische Neuerungen im Spielsystem informieren.

Ich bekam den Zuschlag, und das ganze hätte super funktionieren können, gäbe es nicht eine Einschränkung: Es durften nur zwei Panels verwendet werden! Jeder, der schon einmal Comics gemacht hat, weiß, wie schwierig das ist...
So wurde jede Ausgabe zu einem Kampf um Platz und Vereinfachungen. Es war hart, die mitunter sehr komplexen Heftthemen in zwei Bildchen darzustellen und dabei auch noch lustig zu sein. Na ja, die Serie wurde irgendwann eingestellt, weil die Agentur selbst gemerkt hat, dass das Prinizp nicht funzt.

Aber dank meinem überirdischen Sportsgeist gab es ein paar Folgen, die trotz der Einschränkungen sehr witzig geworden sind. Und die könnt ihr hier lesen:

Montag, 14. Mai 2018

Schräg war die Welt....


.... aber rund!

Werbesticker mit meinen absurden Comic-Illustrationen für das Grafikbüro genausoundanders, für das ich anno 2007 gearbeitet habe.

Sonntag, 13. Mai 2018

Angesteckter Design-Report


From the archives 2005

Das berühmte Magazin "designreport" hatte mich angefragt, einen Beitrag für den monatlichen Bericht aus deutschen Kunsthochschulen zu liefern. Heraus kam dieses historische Kunstzitat (na, wer errät das Original?) - kombiniert mit einer Werbung für meine damals frisch erschienene Comic-Semesterarbeit "Influenza".

Die Kapriolen meiner theoretischen Diplomarbeit


From the archives 2006

Im oben genannten Jahr schrieb ich mein Theoriediplom zum Thema "Funktionsweise grafischer Sympathieträger-Figuren in der Werbung". Darin untersuchte ich die Geschichte von Werbe-Maskottchen, die bis zur griechischen und germanischen Mythologie zurückreicht. Außerdem stellte ich die Hypothese einer quasi-religiösen Wirkung dieser Figuren auf, von der mein Prof zwar nicht überzeugt war, die mir aber später von anderen werbepsychologischen Analysen bestätigt wurde. 

However, mein Werk bekam bei der Verteidigung eine glatte 1.0. Anschließend verschwand es für lange Zeit auf Nimmerwiedersehen. Ich hatte es auf einer mobilen Festplatte gespeichert, die nach einem Wohnungseinbruch verschwunden war. Meine geistigen Erleuchtungen schienen für immer verloren, aber dann tauchte die Festplatte nach mehreren Jahren wieder auf. Die Einbrecher hatten sie nicht mitgehen lassen, sondern beim Herumwühlen in der Wohnung in eine versteckte Möbelritze gepfeffert. So geht Leben!

Nun ist mein Theoriediplom wieder da, und ihr könnt es vollständig lesen. Hier ist der Link zum PDF-Download:

>>> Google Drive, 3MB

Und hier ist vorab ein Inhaltsverzeichnis:

1) Was ist Sympathie?
2) Was haben Sympathie und Wirtschaft miteinander zu tun?
3) Was wird mit der Evokation von Sympathie bezweckt?
4) Vermittlung durch Bilder
5) Entstehung der Werbe- und Sympathieträgerfiguren
6) Wie Sympathiefiguren funktionieren
7) Die Formen der Sympathieträger-Figuren
Hier folgt eine Analyse von Menschenfiguren, also Vorbilder, Diener, erotische Figuren etc. Außerdem Tierfiguren, zB. Adler, Bär, Hase etc. sowie genauere Betrachtungen zu Fuchs, Pelikan
und Salamander
8) Präferenzen bei der Verwendung von Werbefiguren
9) Aktuelle Präsenz der Sympathieträger-Figuren und ihre Veränderung
10) Warum manche Sympathiefiguren nicht funktionieren
Hier folgt eine Analyse von Kevin und Günter, dem Sarotti-Mohr und anderen
11) Fazit

Sonntag, 29. April 2018

Alltag eines Illustrators


From the archives 2016

2016 verabschiedete sich die berühmte Zeichnerin Nanne Meyer aus dem Dienst als Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, um ihren verdienten Ruhestand anzutreten.

Ich als ehemaliger Student (ach nee, Studierender heißt das ja jetzt!) bin Nanne Meyer zu großem Dank verpflichtet. Neben mehreren Semesterprojekten betreute sie mich auch bei meiner Diplomarbeit. Das war bestimmt nicht immer einfach, denn mein Thema war sehr ausgefallen (Waffen!) und ich war auch nicht immer der produktivste Zeichner (langsam!).

Zehn Jahre später gestalteten Weißensee-Studieridenten einen Sammelband, der Frau Meyer zur Verabschiedung überreicht wurde. Mein Beitrag war ein Comic, der sowohl auf unsere wöchentlichen Besprechungen während meiner Diplomphase als auch meine spätere Arbeit als Illustrator anspielt.



Mittwoch, 11. April 2018

Scheitern #2: Die Mensch-Maschine


Inspiriert vom tragischen Ikarus aus dem vorherigen Artikel, beschäftigte ich mehr mit menschlichem Scheitern. Ich fand es spannend, mich mit technischen Prothesen auseinanderzusetzen, die angeblich unsere Unzulänglichkeiten überwinden können und letztlich doch versagen.




Ich entwickelte eine Evolution des Scheiterns, bei der ich quasi die Rolle eines verbissenen Wissenschaftlers spielte. Am Beginn stand die biologische Zellteilung. Diese wird manipuliert, um ihrem natürlichen Fluss eine logische Ordnung zu verpassen (was ja eigentlich nicht nötig ist). In meinen Skizzen trieb ich diese Manipulation weiter, um Lebewesen widernatürliche Fähigkeiten zu verleihen. Jetzt entstanden Zellknäuel mit völlig einseitigen Ausprägungen. Am Ende wurden daraus krude, überzüchtete Bio-Technik-Organismen, die nichts mehr von der Eleganz des Ikarus haben. Sie sollten mit Gewalt zum Fliegen gebracht werden, trotzten aber schon durch ihre Unförmigkeit jeder Flugfähigkeit.

Dann hab ich aufgehört zu zeichnen, weil man irgendwann einen an der Waffel kriegt.

Scheitern #1: Ikarus



Hier seht ihr Character Designs und Plakatzeichnungen für ein Theaterstück über Ikarus. Die Entwicklung dieser Figur war für mich außergewöhnlich. Normalerweise arbeite ich ja sehr humorvoll, mit schrägen Gestalten im Comicstil. Aber hier brauchte ich einen ernsthaften Kerl, der schön, archaisch und zugleich tragisch ist.   


Meine Entwürfe für den Ikarus wurden sehr positiv aufgenommen. Leider ist er dann nicht nur in der Mythologie, sondern auch in der Realität gescheitert. Das Theaterstück konnte wegen Geldmangel nicht produziert werden, und die Zeichnungen landeten in der Schublade. Wer also einen Ikarus braucht und Interesse an dem Material hat, kann sich gern an mich wenden. Bitte Geld mitbringen ;-)






Samstag, 10. Februar 2018

Animierte Comics für Image-Video


Für ein Image-Video haben Mitarbeiter eines großen deutschen Technologiekonzern ihre Zukunftsvisionen geschildert. Ich habe diese Sammlung in animierte Comics umgesetzt. Aus nutzungsrechtlichen Gründen darf das Originalvideo nicht gezeigt werden. Aber einige der Sequenzen könnt ihr euch hier ansehen (Video hat keinen Ton):