Dienstag, 27. Dezember 2016

Ein Alchemist in Berlin



Der neueste SPSG-Parkführer für Kinder und Familien ist einem ganz besonderen Ort gewidmet: der Pfaueninsel! Diese verwunschene Enklave in unmittelbarer Nähe zur Touristenmetropole Berlin lädt zum idyllischen Naturgenuss ein, gleichzeitig erzählt sie die Geschichte mittelalterlicher Materialforschung. Hier entwickelte der Alchemist Johann Gottfried Kunckel - ursprünglich mit der Absicht, Gold herzustellen - im Jahr 1685 die Formel für sein berühmtes Rubinglas. 

Der spielerische Rundgang über die Pfaueninsel mit Rätselfragen und spannenden Entdeckungen richtet sich an Familien mit Kindern von 7 bis 12 Jahren. Er kann hier kostenlos heruntergeladen werden:





Freitag, 14. Oktober 2016

Auf Socken in die Zukunft


Heute gibt's Fotos von einem Live-Zeichen-Projekt, bei dem ich zusammen mit meinem Kollegen Felix Pestemer eine 3 x 5 Meter große Leinwand bemale. Unser Riesen-Comic-Wimmelbild veranschaulicht die Visionen, die Manager eines großen europäischen Telko-Anbieters für die Zukunft ihres Unternehmens haben.







Montag, 3. Oktober 2016

Die ersten werden die letzten sein


The saga continues! Das Erstsemesterle, mein Comic-Held aus dem Berliner Hochschulmagazin "Werkblatt", feierte letztes Jahr seine 50. Folge. Auch nach diesem Jubiläum erfreut sich der Faulpelz bester Gesundheit und nimmt neue Rekorde in Angriff. Irgendwas muss er schließlich machen, wenn er schon nicht studiert.

>>> Lest hier alle 50 Folgen vom Erstsemesterle

>>> Und hier findet ihr ganz exklusiv 3 neue Folgen, die nach dem Jubiläum erschienen sind:






Sonntag, 2. Oktober 2016

Fauch, wie er leibt und lebt


Der chinesische Barockgolddrache Fauch - oder besser gesagt "Seine Majestät Durchlaucht von und zu Fauch von Sanssouci" - hat sich mittlerweile zum Helden der Potsdamer Schlösser und Gärten gemausert. Er taucht regelmäßig im Halbjahresprogramm der SPSG, der dazugehörigen Webseite sowie im Besuchermagazin "sans, souci" auf.
Man könnte ihm fast eine gewisse Eitelkeit vorwerfen, aber jemandem, der so sympathisch ist und dabei so herrlich golden glänzt, kann man das nur schwer verübeln ;-)


Lehrreiche DDR-Erinnerung



Vor kurzem habe ich die Arbeit an einem Comic beendet, der Schulkinder über die DDR-Vergangenheit aufklären soll. Die zehnseitige Geschichte handelt von einem Geschwisterpärchen, das einen alten Koffer voller Ost-Relikte entdeckt. Die Bedeutung der geheimnisvollen Gegenstände wird ihnen durch die lebhaften Erzählungen ihrer Großeltern erläutert.
Der Comic richtet sich an Dritt- bis Sechstklässler und wurde in Kooperation mit der Berliner Bildungsagentur Capito produziert. Er soll demnächst veröffentlicht werden, zusammen mit einem Appendix, der sowohl praktische Aufgaben für die Schüler als auch historische Hintergrundinformationen für die Lehrer beinhaltet.


Demnächst gibt es hier mehr Infos zu diesem Projekt. Bis dahin, seid immer bereit, Freundschaft!

>>> Edit 13.12.2016: Der Comic ist fertig! Klickt hier für mehr Infos.

Sonntag, 25. September 2016

Meine Frau nennt mich einen Perversen


Hier könnt ihr die ungekürzte Fassung eines Interviews lesen, das ich vor kurzem mit dem polnischen Comic-Künstler Robert Adler geführt habe:

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Die deutsche Comic-Szene kämpfte im vergangenen Jahrzehnt um größere Akzeptanz durch höheren Anspruch. Die „Graphic Novel“ wurde erfunden – ein Format, das einerseits lehrreich war, andererseits jedoch oft verkopft und politisch überkorrekt vor sich hinstelzte.  
Einen Künstler im Nachbarland Polen kümmert diese Entwicklung überhaupt nicht. Robert Adler alias Boli hat sich auf erotische Comics spezialisiert. Und er macht sie auf eine Art und Weise, in der Comics ursprünglich mal gedacht waren: voller Spaß und Leichtigkeit. Vielleicht ist gerade das der Grund, warum Adler soziale Probleme offenlegt und Diskussionen anregt – viel mehr, als manche Graphic Novel es jemals könnte. Adler wurde von seinem deutschen Kollegen Ulrich Scheel zu heißen Comic-Babes, zum polnischen Katholizismus und zu seiner Arbeit ganz allgemein befragt. 

Ulrich Scheel: Als ich das erste Mal deine erotischen Comics sah, dachte ich: dieser Typ hat entweder gar keine Freundin oder fünf auf einmal. Also, wie sieht es aus? 

Robert Adler: Das ist eine sehr häufige Feststellung, aber auch eine falsche – wenn ich fünf Freundinnen hätte, käme ich nicht zum Essen oder Schlafen, vom Zeichnen ganz zu schweigen. Ein anderer, typischer Eindruck ist, dass ich ein einsamer, jungfräulicher Wi***** bin, der Pornos zeichnet, weil er Probleme hat... In Wirklichkeit bin ich glücklich mit meiner Jugendliebe aus der Schule verheiratet.

Freitag, 8. Juli 2016

Digitales Aquarellieren mit Expresii


Seit zehn Jahren verfolge ich den Werdegang eines Malprogramms, das auf der Siggraph 2005 erstmals als "Moxi Painter" vorgestellt wurde und heute unter dem Namen "Expresii" firmiert. Die von dem chinesisch-stämmigen Nelson Chu entwickelte Windows-Anwendung simuliert trockene Pinselstriche und wässrige Tuschverläufe auf Aquarellkarton. Sie erzeugt dabei einen derart verblüffenden Realismus, dass sie die Möglichkeiten von vergleichbaren Produkten wie Art Rage und Corel Painter weit hinter sich lässt.

2007 nutzte ich die Alpha-Version von Moxi, um Zeichnungen für meine Graphic Novel "Die sechs Schüsse von Philadelphia" auszubessern. Im Jahr darauf habe ich Character Designs für die Sparkasse Hannover mit dem magischen Digitalpinsel koloriert (siehe Beispielbild oben).

Auf der Webseite von Expresii kann man sich ein paar beeindruckende >>> Showcase-Videos ansehen.



Offenbar ist die Anwendung immer noch in der Entwicklungsphase, aber seit neuestem nicht mehr auf bestimmte Grafikkarten beschränkt. Wer über einigermaßen flotte PC-Hardware (und natürlich ein Grafiktablett) verfügt und das Programm testen möchte, findet auf der Seite einen kostenlosen Download.


Mittwoch, 6. Juli 2016

Zurück in die Zukunft


Meine Live-Illustrationen für einen Workshop, in dem die Teilnehmer ihre eigene Zeitung produziert haben.



Donnerstag, 30. Juni 2016

Schöne Grüße aus eurem Prenzlauer Berg



From the archives 2010

Wir schreiben das Jahr 21 nach dem Mauerfall. Die schwäbische Invasion im Zentrum Berlins hat bereits ihren traurigen Höhepunkt erreicht. Ich als betroffener Urberliner habe damals einen Webcomic veröffentlicht, der sich des Problems der Gentrifizierungs-Kehrwoche im Bezirk Prenzlberg annahm. Angekündigt wurde die dreiteilige Serie mit folgendem Text:

"Es lässt sich nicht länger leugnen: der Prenzlauer Berg ist ein Problembezirk! Profilneurotische Eight-to-Nine-Väter, geistig weggetretene Mütter mit wackligen Kinderwagen und eine Infrastruktur, die erhebliche Mängel in der Grundversorgung aufweist. Ich erstatte Meldung aus diesem großen Bioladen, der sich klammheimlich zurück in die 50er bewegt."

Die Comics könnt ihr kostenlos auf Issuu lesen (zum Öffnen auf die Titelbilder klicken). Übrigens gab es im Berliner Tagesspiegel einen Artikel über die Serie, den ihr hier findet.



Im Restaurant

Auf dem Spielplatz

Bei der Post

Montag, 13. Juni 2016

Wissenschaft und Comic: Die Anthropozän-Küche


Das Cover der deutschsprachigen Ausgabe

Mehrere Monate lang haben vier Redakteure und elf internationale Zeichner des Exzellenzclusters Bild, Wissen, Gestaltung der Humboldt-Universität Berlin an einem Comic zur Ernährung im Zeitalter des Anthropozäns gearbeitet. Ich hatte hier berichtet.

Nun ist endlich das fertige Buch im Verlag Springer-Spektrum erschienen! In dem Wissenschaftscomic mit dem Titel "Die Anthropozän-Küche. Matooke, Bienenstich und eine Prise Phosphor - In zehn Speisen um die Welt" berichten Zeichner aus fünf Kontinenten über Esstraditionen und -gewohnheiten im Wandel der Zeiten, stets im Hinblick auf den Umgang mit Ressourcen, insbesondere dem Phosphor. Begleitet werden die Kapitel jeweils von einem Kochrezept, das sowohl regionalen Besonderheiten als auch den Notwendigkeiten moderner Ernährung angepasst ist.

So erklärt zum Beispiel mein Kapitel, das von der Forschungsarbeit einer Berliner Biologiestudentin erzählt, wie man einen Bienenstich-Kuchen mit Drohnenlarven backt.

Die gestrige Titelseite des Magazins der FU Berlin,
illustriert mit einer Seite aus meinem Kapitel
Weiterführende Links zum Buch:

>>> Ankündigung des Buchs auf der Springer-Webseite mit Presseservice und Bestellmöglichkeit
>>> Rezension im FU-Magazin online
>>> Webpräsenz von Mintwissen

Und hier noch ein Video zu unserer Arbeit im Workshop:


Mittwoch, 8. Juni 2016

Der fliegende Bananenfisch


Ein Business-Coach hatte mich nach Illustrationen für seine Webseite angefragt. Hier sind meine Entwürfe.



Montag, 16. Mai 2016

Ein wirklich lebendiger Homunkulus


Präsentationszeichnungen für einen Workshop, bei dem die Teilnehmer einen menschlichen Körper nachbauen sollten.





Donnerstag, 12. Mai 2016

Es bestätigt sich mal wieder...

...dass die Zeichnungen, die man nebenbei noch schnell reindrückt, meistens am besten werden (Mister O-Baum fürs SPSG-Halbjahresprogramm):


Sonntag, 1. Mai 2016

Hörspiele für Schlossbesichtigung


Für Kinder, die den Schlosspark Sanssouci und seine Anlagen besuchen, gibt es seit heute neue Audioguides. Die lehrreichen Begleiter haben mehrere Besonderheiten: Erstens bestehen sie nicht, wie Audioguides für Erwachsene, aus einem erklärendem Kommentar, sondern aus unterhaltsamen Hörspielen mit vielen sympathischen Figuren aus dem Umfeld der Schlösser. Zweitens wurden einige Ausgaben nicht von einer Medienagentur, sondern von Potsdamer Schülerinnen und Schülern produziert!


Ich durfte neulich schon mal in die Guides reinhören und war total begeistert: spannend erzählte Geschichten mit tollen Figuren, da hatte sogar ich als Erwachsener richtig Spaß beim Zuhören. In der aktuellen Werbung gibt es übrigens Zeichnungen von mir, auf denen man einige der Protagonisten sehen kann.



Sonntag, 13. März 2016

Kunst rettet Tiere

Vögel fühlen sich angesprochen, wenn man sie in ihrem typischen
Arbeitsumfeld, z.B. im Cockpit eines Hubschraubers zeigt.

Ein kleiner, privater Rückblick auf den letzten Sommer: Mein Onkel hatte auf unserer Datsche einen Pavillon gebaut. Er setzte große Fenster in den Pavillon ein, damit Licht reinkommt und die Mücken fernbleiben. Das funktionierte alles super, nur leider checkten die Vögel das nicht und rummsten immer voll gegen die Scheiben .

Wenn die Erfüllung ihres Auftrags große Naturverbundenheit
verlangt, arbeiten Illustratoren auch mal oben ohne.

Wie so oft im Leben brauchte es auch hier wieder einen Illustrator, um das Problem zu lösen. Mit einem Edding habe ich warnende Comics auf die Scheibe gemalt, in denen Vögel die Hauptrolle spielen und somit einen hohen Wiedererkennungswert in der Zielgruppe haben.  

Texte sind für Vögel natürlich nicht lesbar und haben eher dekorativen Charakter.
Starke Signalwirkung hat hingegen der Polizist mit Trillerpfeife.

Seitdem fliegen die Vögel um die Fenster herum und können sich unversehrt ihrer Arbeit im Garten widmen. Mein Einsatz hat mal wieder bewiesen, dass Zeichnungen dem Erhalt der Arten und überhaupt der Rettung der Welt dienen.  

Dieses Bild ist für das menschliche Auge kaum erkennbar.
Ein Vogel sieht hier jedoch ein großes Luftschiff, das ihm den Weg versperrt.


Sonntag, 6. März 2016

Animiertes Video für Jugendschutz-Organisation



Wie bereits neulich angekündigt, habe ich zusammen mit der FSM ein neues Erklärvideo produziert. Diesmal wird das Jugendschutzprogramm "Miracle" vorgestellt, das die Möglichkeit bietet, Online-Inhalte über Länder- und Sprachgrenzen hinweg zu beurteilen.

Das Video unterscheidet sich von meinen bisherigen filmischen Arbeiten, weil viel mehr mit animierten Bewegungen gearbeitet habe. Dies war aus dramaturgischen Gründen nötig, um bestimmte Sachverhalte besser zu erklären. Und natürlich auch, weil es mehr Spaß beim Anschauen macht ;-)

Ein Beispielbild in der Tracing-Ansicht: Die blauen Kund-
schafter kosten von einem Apfel...

...und bewerten ihn anschließend mit einem "Like".

Ein weiteres Novum ist der Einsatz von Farben. Sie entstammen dem "Miracle"-Logo und dienen dazu, die Internationalität der Internet-User zu veranschaulichen. 

Gebaut habe ich den Film wieder in Flash, nach wie vor mein Werkzeug erster Wahl, das aber bei dieser Komplexität an seine Grenzen stößt. Ich werde wohl bald auf ein richtiges Animationsprogramm umsatteln müssen. 


Die weltweiten Internet-User werden durch
verschiedenfarbige Ameisen dargestellt.

Und das kann passieren, wenn Online-Prädikate
nicht richtig gedeutet werden. Aber das Miracle-
Programm schafft Abhilfe!

Ein Beispielbild in der Maskenansicht.