Sonntag, 20. Juli 2014

Landschaft in Wurst

Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne esse. Diese Leidenschaft findet sich auch in meinen Bildern wieder.
Tatsächlich ist Essen ein dankbares Comicthema. Denn einerseits ist es alltäglich und vertraut, andererseits erzählt das, was gegessen wird, sehr viel über die Persönlichkeit des... na, wie sagt man... Essenden.

Genug geschwafelt, hier ein paar Appetizer:



Fast schon ein Klassiker: der Party-Garnelen-Cartoon, der meine sämtlichen Erfahrungen aus dem Berliner Partyleben in einem Bild vereint.



Dieses Bild ist inspiriert von einer Wurstparty, die tatsächlich so stattgefunden hat. Das heißt, die Wursthostessen gab es nicht wirklich. Eigentlich waren gar keine Frauen zu dieser Party erschienen, aber es gab 16 Kilo Aufschnitt, Knacker und Wiener, um sich darüber hinwegzutrösten.

  

Ein Reisball und eine Gänsekeule im wissenschaftlichen Disput, eine Flasche Chillisauce, die von einem singenden Eisdessert angebaggert wird, .... diese und andere Figuren sind die Helden eines Hörspiels, das ich mal mit den Kollegen von genausoundanders° entwickelte.    



Zu diesem Bild kann ich nichts sagen. Es ist einfach nur bescheuert. 



Der bisherige Höhepunkt meiner kulinarischen Zeichnerkarriere ist das Wandbild im Restaurant Kochu Karu. Das Gemälde erstreckt sich über sechs Wände und zeigt, wie typische Zutaten der koreanischen Küche von Korea nach Berlin fliegen - angeführt von zwei tanzenden Ingwerwännchen.


Sonntag, 13. Juli 2014

Waidmannsheil und gut’ Nacht!

From the archives 2006:

Bei der Recherche für meine Graphic Novel "Die sechs Schüsse von Philadelphia" habe ich mich intensiv mit Schusswaffen beschäftigt. Ich besuchte mehrere Schießstände, absolvierte ein Turnier im Tontaubenschießen und kam so richtig auf den Geschmack, als man mir eine Pumpgun in die Hand drückte. Boah, war das cool! In einer Welt voller Badekappen, Monatsmarken und Babymöhrchen habe ich mich endlich wieder so richtig als Mann gefühlt.

Aber noch viel spannender waren die Bücher über Ballistik, die ich während dieser Zeit las. Besonders fasziniert hat mich eine gerichtsmedizinische Sammlung von authentischen Jagdunfällen, die so absurd waren, dass ich sie unbedingt zeichnen musste - ganz standesgemäß als Gravur auf den Seitenplatten von Jagdgewehren. Eine Auswahl:


Hier ist noch alles in Ordnung. Der Truthahn läuft vor die Flinte, wird erlegt und präsentiert sich nun als leckerer Sonntagsbraten.


Der erste Tote. Zwei Männer jagen winters ein Wildschwein. Sie laufen vor und hinter dem Schwein, um ihm den Weg abzuschneiden. Ein Mann feuert, aber die Schrotkugeln verfehlen das Tier und rikoschettieren (prallen ab) auf dem gefrorenen Waldboden direkt in die Brust des Kollegen.


Ein ähnlicher Fall, nur noch ausgefallener: Zwei Jäger stehen dicht nebeneinander, einer schießt auf einen Truthahn. Der Vogel wird getroffen, eine der Kugeln prallt am Körper des Vogels zurück und erlegt auch noch den Kollegen.


Eine Gruppe von Jägern lädt leichtes Trapschrot, um abends Fasane zu jagen. In der Dämmerung herrscht schlechte Sicht und einer der Jäger feuert irrtümlich auf den Kopf seines Kollegen. Das leichte Schrot ist normalerweise für Menschen nicht tödlich. Aber weil die Patronen überlagert sind, verklumpen sich die Kugeln zu einem schweren Batzen und töten den Mann. 


Und mein Favorit: Ein Jäger feuert bei Nieselregen auf einen Truthahn, der auf einer Stromleitung sitzt. Durch den vom Projektil erzeugten Unterdruck und die Feuchtigkeit entsteht zwischen dem Stromkabel und dem metallenen Flintenlauf ein Lichtbogen. Der Truthahn wird vom Projektil erlegt und der Jäger stirbt an einem Elektroschock. 


Samstag, 12. Juli 2014

Was schwimmt und leuchtet im Dunkeln?


From the archives 2004:

Ein Freiluftkino in Berlin rief vor langer Zeit zu einem Jingle-Wettbewerb auf. Ich erschuf einen Anglerfisch - kleine Reminiszenz an Nemo - und baute drei animierte Clips, in denen der Fisch und seine Freunde sonderbare Aktionen vollführen. Diese Clips waren haushoher Favorit der Jury, wurden aber aus Kostengründen nie für die Leinwand produziert. Jetzt gibt es sie endlich online zu sehen (beim letzten Clip ist leider der Sound verlorengegangen):







Dienstag, 8. Juli 2014

The World’s Largest Bureaucracy

Das Online-Magazin New Europe hat eine meiner Theater-Livezeichnungen aus dem "Schloss" als Illustration verwendet. Offenbar passt meine Version von Kafkas krankem Hirn sehr gut zur EU-Bürokratie ;-)

>>> Hier geht's zum Artikel auf New Europe. 




La Paloma ohe!

Hier mal was ganz anderes: Moods für das Produktionsdesign eines Spielfilms. Da sag mal einer, der Scheel kann nicht romantisch sein (kann er doch, immerhin stammt er aus einer Seefahrerfamilie)!