Freitag, 14. Oktober 2016

Auf Socken in die Zukunft


Heute gibt's Fotos von einem Live-Zeichen-Projekt, bei dem ich zusammen mit meinem Kollegen Felix Pestemer eine 3 x 5 Meter große Leinwand bemale. Unser Riesen-Comic-Wimmelbild veranschaulicht die Visionen, die Manager eines großen europäischen Telko-Anbieters für die Zukunft ihres Unternehmens haben.







Montag, 3. Oktober 2016

Die ersten werden die letzten sein


The saga continues! Das Erstsemesterle, mein Comic-Held aus dem Berliner Hochschulmagazin "Werkblatt", feierte letztes Jahr seine 50. Folge. Auch nach diesem Jubiläum erfreut sich der Faulpelz bester Gesundheit und nimmt neue Rekorde in Angriff. Irgendwas muss er schließlich machen, wenn er schon nicht studiert.

>>> Lest hier alle 50 Folgen vom Erstsemesterle

>>> Und hier findet ihr ganz exklusiv 3 neue Folgen, die nach dem Jubiläum erschienen sind:






Sonntag, 2. Oktober 2016

Fauch, wie er leibt und lebt


Der chinesische Barockgolddrache Fauch - oder besser gesagt "Seine Majestät Durchlaucht von und zu Fauch von Sanssouci" - hat sich mittlerweile zum Helden der Potsdamer Schlösser und Gärten gemausert. Er taucht regelmäßig im Halbjahresprogramm der SPSG, der dazugehörigen Webseite sowie im Besuchermagazin "sans, souci" auf.
Man könnte ihm fast eine gewisse Eitelkeit vorwerfen, aber jemandem, der so sympathisch ist und dabei so herrlich golden glänzt, kann man das nur schwer verübeln ;-)


Lehrreiche DDR-Erinnerung



Vor kurzem habe ich die Arbeit an einem Comic beendet, der Schulkinder über die DDR-Vergangenheit aufklären soll. Die zehnseitige Geschichte handelt von einem Geschwisterpärchen, das einen alten Koffer voller Ost-Relikte entdeckt. Die Bedeutung der geheimnisvollen Gegenstände wird ihnen durch die lebhaften Erzählungen ihrer Großeltern erläutert.
Der Comic richtet sich an Dritt- bis Sechstklässler und wurde in Kooperation mit der Berliner Bildungsagentur Capito produziert. Er soll demnächst veröffentlicht werden, zusammen mit einem Appendix, der sowohl praktische Aufgaben für die Schüler als auch historische Hintergrundinformationen für die Lehrer beinhaltet.


Demnächst gibt es hier mehr Infos zu diesem Projekt. Bis dahin, seid immer bereit, Freundschaft!

Sonntag, 25. September 2016

Meine Frau nennt mich einen Perversen


Hier könnt ihr die ungekürzte Fassung eines Interviews lesen, das ich vor kurzem mit dem polnischen Comic-Künstler Robert Adler geführt habe. Das englischsprachige Original wurde auf deliriumedition.org gepostet.

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Die deutsche Comic-Szene kämpfte im vergangenen Jahrzehnt um größere Akzeptanz durch höheren Anspruch. Die „Graphic Novel“ wurde erfunden – ein Format, das einerseits lehrreich war, andererseits jedoch oft verkopft und politisch überkorrekt vor sich hinstelzte.  
Einen Künstler im Nachbarland Polen kümmert diese Entwicklung überhaupt nicht. Robert Adler alias Boli hat sich auf erotische Comics spezialisiert. Und er macht sie auf eine Art und Weise, in der Comics ursprünglich mal gedacht waren: voller Spaß und Leichtigkeit. Vielleicht ist gerade das der Grund, warum Adler soziale Probleme offenlegt und Diskussionen anregt – viel mehr, als manche Graphic Novel es jemals könnte. Adler wurde von seinem deutschen Kollegen Ulrich Scheel zu heißen Comic-Babes, zum polnischen Katholizismus und zu seiner Arbeit ganz allgemein befragt. 

Ulrich Scheel: Als ich das erste Mal deine erotischen Comics sah, dachte ich: dieser Typ hat entweder gar keine Freundin oder fünf auf einmal. Also, wie sieht es aus? 

Robert Adler: Das ist eine sehr häufige Feststellung, aber auch eine falsche – wenn ich fünf Freundinnen hätte, käme ich nicht zum Essen oder Schlafen, vom Zeichnen ganz zu schweigen. Ein anderer, typischer Eindruck ist, dass ich ein einsamer, jungfräulicher Wi***** bin, der Pornos zeichnet, weil er Probleme hat... In Wirklichkeit bin ich glücklich mit meiner Jugendliebe aus der Schule verheiratet.

Dienstag, 16. August 2016

Gemalte Musik


Seit einigen Monaten kooperiere ich mit der Delirium Edition. Dies ist ein Verbund internationaler Musiker und Grafiker, die sich für die Förderung moderner Kunst einsetzen.
Hier seht ihr meine Illustration für einen Artikel des aus Polen stammenden Mitglieds Szymon S.Strzelec. Er ist Musiker und schreibt über Sinn und Rezeption seiner Werke. Den Artikel könnt ihr hier nachlesen (auf Englisch):

>>> A Syringe Filled With Music (Part 3)

Freitag, 8. Juli 2016

Digitales Aquarellieren mit Expresii


Seit zehn Jahren verfolge ich den Werdegang eines Malprogramms, das auf der Siggraph 2005 erstmals als "Moxi Painter" vorgestellt wurde und heute unter dem Namen "Expresii" firmiert. Die von dem chinesisch-stämmigen Nelson Chu entwickelte Windows-Anwendung simuliert trockene Pinselstriche und wässrige Tuschverläufe auf Aquarellkarton. Sie erzeugt dabei einen derart verblüffenden Realismus, dass sie die Möglichkeiten von vergleichbaren Produkten wie Art Rage und Corel Painter weit hinter sich lässt.

2007 nutzte ich die Alpha-Version von Moxi, um Zeichnungen für meine Graphic Novel "Die sechs Schüsse von Philadelphia" auszubessern. Im Jahr darauf habe ich Character Designs für die Sparkasse Hannover mit dem magischen Digitalpinsel koloriert (siehe Beispielbild oben).

Auf der Webseite von Expresii kann man sich ein paar beeindruckende >>> Showcase-Videos ansehen.



Offenbar ist die Anwendung immer noch in der Entwicklungsphase, aber seit neuestem nicht mehr auf bestimmte Grafikkarten beschränkt. Wer über einigermaßen flotte PC-Hardware (und natürlich ein Grafiktablett) verfügt und das Programm testen möchte, findet auf der Seite einen kostenlosen Download.